SCHOELZEL FOTO


Vita Andreas Schoelzel


April 1960
geboren in Gifhorn/Niedersachsen

1981
Abitur in Wolfsburg

1982/3
Studium (Publizistik, Politologie) in Berlin

seit 1981
freiberufliche Arbeit für verschiedene Tageszeitungen

1984 - 88
Pauschalist bei Associated Press Photo in Berlin

1988-90
Mitinhaber der Fotografenagentur Zenit

seit 1990
Freiberufliche Arbeit als Pressefotograf sowie für
Firmen, Verbände und Parteien


Einen Überblick über meine Arbeit
finden Sie auf dieser Homepage
in der Rubrik "Portfolio" mit einer Fotoauswahl.
In der Rubrik "Referenzen" finden Sie
eine Reihe von Veröffentlichungsbeispielen.



Über Andreas Schoelzel
erschienen bisher folgende Texte:


Annette Ramelsberger (Süddeutsche Zeitung)
schrieb 2004 für den Ausstellungskatalog "Deutschland, einig..."

Es ist der Sommer 1989. Ein heißer Sommer. Man kann um Mitternacht noch auf dem Balkon sitzen ohne zu frieren. Auch im vierten Stock des alten Berliner Mietshauses am Gröbenufer 3 in Kreuzberg sitzen an diesem Abend Menschen. Vor dem Balkon liegt die Spree. Man sieht hinüber auf die Ostseite der Stadt, auf die Peitschenlampen, die jenseits der Oberbaumbrücke den leeren Streifen entlang der Spree erleuchten. Dahinter die weißgetünchte Hinterlandmauer, auf der sich jeder Schatten eines Flüchtlings sofort abzeichnet. Unten auf dem Wasser zieht in regelmäßigen Abständen das Patrouillenboot der Grenzer vorbei. Seine Wellen schlagen an die Kaiwand. Es ist ganz ruhig hier, man kann das Plätschern bis in den vierten Stock hören.

Es ist idyllisch und gespenstisch zugleich an diesem Ort. Der Blick fällt auf ein Land, das eine Mauer und Stacheldraht um seine Bürger gezogen hat. Auf ein Land, uneinnehmbar, gefährlich und fremd. Drei Monate später blickt der Mann, der im Sommer 1989 auf seinem Balkon am Gröbenufer steht, wieder auf die Grenze der DDR. Diesmal steht er auf der Bornholmer Brücke. Er balanciert auf einer Panzersperre. Er fotografiert Menschen, die aus dem Osten über die Brücke strömen. Er fotografiert Grenzposten, die wie verlassene Schleusenwärter in ihrem Grenzturm sitzen, während sich unten längst die Flut der Menschen bricht. Er fotografiert Trabbis, die in Kolonnen gen Westen fahren. Er fotografiert den Untergang der DDR.

Dann erfasst ihn ein Strudel, aus dem er erst sechs Monate später wieder auftaucht – nach dem Fall der Mauer, dem Zerfall der SED, dem Sturm auf die Stasi-Zentrale, den Demonstrationen von Leipzig, den Wahlen in der DDR, der Währungsunion, den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen, der Neuordnung Europas, dem Beginn einer neuen Zeit. Er fotografierte für alle großen Blätter, auch für das "Time Magazine", wurde weltweit gedruckt. Bilder sind das, aus denen einem die Energie des Aufbruchs entgegenspringt, die Freude, die Ratlosigkeit, der Abgrund. "Es war das Intensivste, was man sich vorstellen kann", sagt Andreas Schoelzel. "Es war der Höhepunkt in meinem Leben." Wenn er sich heute die Bilder ansieht, die er damals gemacht hat, dann, so sagt er, "kribbelt es immer noch".

Ein solcher Satz will bei Schoelzel etwas heißen.

Andreas Schoelzel wurde am 9. April 1960 geboren. Er gehört zu jener Generation von West-Deutschen, für die die Teilung des Landes selbstverständlich war. Die sie nicht mehr in Frage stellte, die nicht um die Einheit kämpfte wie noch die Generation davor. Und die die Beschwörung der gemeinsamen Nation längst für das hielt, was sie in Wirklichkeit auch war: Sonntagsrede. Nicht ernst zu nehmen. Die Grenze war eben da. Und dahinter lag ein anderes Land, nicht ein gemeinsames.

Mit dieser Haltung kam Andreas Schoelzel nach Berlin. Er kam nicht, weil er an der Nahtstelle zwischen den beiden Deutschlands sein wollte, sondern weil er – wie so viele – keine Lust hatte auf den Dienst fürs Vaterland. Er wollte für die "taz" arbeiten, verkaufte erste Fotos an das Blatt "Die Wahrheit", das der West-Berliner Ableger der SED herausgab. "Das brachte richtig Kohle", erinnert sich Schoelzel, die ganz persönliche Form des dialektischen Materialismus eben. Seine Fotos in der "taz" fielen der Fotochefin der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP) in Berlin auf. Sie schickte den 24-Jährigen zum ersten Mal "rüber" – auf journalistisch vermintes Gelände, in die DDR. Schoelzel fotografierte bei der Leipziger Messe, bei Staatsbesuchen und auf Schloss Hubertusstock, dem Gästehaus der DDR-Regierung, als sich SPD-Chef Hans-Jochen Vogel und DDR-Staatschef Erich Honecker trafen.

Auch wenn man das dem jungen Schoelzel nicht unbedingt zutraute. Als er an der Autobahntankstelle fragte, wie er nach Schloss Hubertusstock käme, schaute ihn der Tankwart nur abschätzig an. Dann sagte er: "Da kommen Sie nicht hin." Schoelzel kam hin und er machte seine Bilder.

Und fuhr trotzdem immer erleichtert nach Kreuzberg zurück. "Ich wäre in der DDR untergegangen", sagt er. Die Reglementierung, die Kontrolle, die Vorschriften, das kleinbürgerlich Verbiesterte – das alles war das Gegenteil dessen, was Andreas Schoelzel aushalten konnte. Er, der schon mit 12 den ersten Antrag auf einen Infostand ans Ordnungsamt der Stadt Gifhorn getippt hatte, der mit 13 das Rathaus besetzte, um ein Jugendzentrum zu erzwingen, und später seine Lehrer zur Weißglut brachte – "mit stoischem Beharrungsvermögen auf meinen Vorstellungen", wie er es formuliert. Man könnte das mit "freundlicher Renitenz" übersetzen.

Eine Renitenz, der nicht jeder gewachsen ist. Als sich im Dezember 1989 der letzte SED-Parteitag bis tief in die Nacht zog, mit endlosen Reden, da legten sich ein paar Fotografen erschöpft auf die Stühle vor der Dynamo-Sporthalle im Osten Berlins. Ein SED-Mann sah die schlafenden Fotografen und herrschte sie an: "Seid Ihr zum Schlafen hergekommen?" Andreas Schoelzel klappte ein Auge auf (eines musste reichen) und sagte ganz ruhig: "Ihr habt 40 Jahre gepennt. Jetzt dürfen wir auch mal."

Es ist dieser subversive Witz, mit dem Schoelzel die Leute außer Gefecht setzt. Ein Witz, der von hinten um die Ecke schleicht. Der oft nicht gleich als Witz erkannt wird. Und der auch auf Distanz hält. Der Fotograf Schoelzel ist kein Kumpel, keiner, der sich als Nabel der Welt inszeniert, der die Leute posen lässt und Szenen nachstellt, der sie herumdirigiert. Die Stärke des Fotografen Schoelzel liegt im Willen zum Wahren, dem – außergewöhnlichen - Wunsch, der Realität möglichst nahe zu kommen. "Ich halte ein Foto dann für gelungen, wenn man den Fotografierten mehr erkennt als den Fotografen", sagt er. Das ist im Zeitalter des bis zur Perfektion inszenierten öffentlichen Lebens zumindest unüblich, oft irritierend.

Aber es entspricht der Arbeitsweise Schoelzels. Erst noch bei der Fotoagentur Zenith, dann allein, dokumentiert Schoelzel seit den 80er Jahren Realität. Er gibt nicht vor, die "Seele" eines Menschen zu erfassen. Das, sagt er, das sei das Ideal. In Wirklichkeit sei ein Porträt immer nur ein Ausschnitt einer Persönlichkeit, nie das Ganze. Und er, der auch mit seinen Nahaufnahmen einer ganzen Politiker-Generation bekannt geworden ist, weiß, dass es Zeit braucht, einen Menschen fotografisch kennen zu lernen. "Wenn ich einen Menschen jahrelang begleitet habe, dann weiß ich am Ende, was ein `richtiges Foto` von ihm ist", sagt Schoelzel.

Er ist das Gegenteil eines Paparazzi. Er wird eins mit der Szene, er schwimmt mit im Geschehen, er ist nicht Voyeur, sondern einfach dabei. Er fotografiert die Menschen in echter Aktion, oft von weit abseits, so dass sie gar nicht merken, dass sie fotografiert werden. "Ich bin am liebsten so weit weg wie möglich", sagt er. Und dabei so stabil wie möglich. Schoelzel sucht sich seinen Standort, oft auf einer kleinen Leiter, mit der er die Szenerie überblickt, und bleibt dann einfach dort. Das Leben wird schon vorbeikommen, dann steht er richtig. Das ständige Rumwuseln, das Suchen nach der besten Perspektive, dieses Wichtig-Wichtig-Getue, das im Berliner Politikbetrieb üblich ist, das ist nicht Seins.

Und deshalb traut er sich Sätze sagen, die sich andere sofort verbieten würden – schon allein, um die eigene Wichtigkeit nicht einzuschränken: "Das Schwierigste ist immer das Einfache. Wenn man bei der Jahreshauptversammlung des Karnickelvereins ein gutes Foto machen will, dann brauchst du Zeit, Muße, den freien Blick. Du brauchst Geduld, Du musst warten können."

In Schoelzels Arbeitszimmer hängt ein Foto an der Wand – es ist ausnahmsweise nicht von ihm. Es zeigt den Fotografen beim Warten, hingestreckt auf den Stühlen irgendeines Parteitags, irgendwann gegen Mitternacht, die Kamera neben sich, in ständiger Bereitschaft. Vermutlich klappt gleich ein Auge auf. Eines, das muss reichen.


Der Berliner Verleger Christoph Links hielt zur Ausstellungseröffnung in der Schwartzschen Villa des Kulturamts Berlin-Steglitz die Laudatio:

Wir kennen die Fotografien von Andreas Schoelzel, doch wer eigentlich der Mensch hinter der Kamera ist und wie er gerade zu dieser Art des Fotografierens gefunden hat, wissen die wenigsten von uns. Daß nun endlich sein Werk einmal in einer größeren Personalausstellung gezeigt wird, sollte Anlaß genug sein, auch mal über den Fotografen selbst zu sprechen, seinen Werdegang deutlich zu machen.

Geboren wurde Andreas Schoelzel 1960 in Gifhorn. Sein Vater war ein begeisterter Hobbyfotograf, der über viele Kameras verfügte, wovon Andreas im zarten Alter von acht Jahren eine erste abbekam: eine Exa 1a. Der Schüler der zweiten Klasse beginnt regelmäßig zu fotografieren und mit 12 Jahren verkauft er bereits sein erstes Foto vom lokalen Jugendtreff an die "Gifhorner Rundschau". Das Taschengeld schnellt um 20 DM nach oben.
Um selbst die Größe und Qualität seiner Abzüge bestimmen zu können und von niemandem mehr abhängig zu sein, richtet sich Andreas alsbald ein eigenes Schwarz-weiß-Labor ein. Er fotografiert nun regelmäßig politische Aktivitäten in der Umgebung, vor allem die Anti-AKW-Proteste in Gorleben. Darüber kommt er folgerichtig in Kontakt mit der taz in Berlin, für die er bald auch Artikel schreibt.
Als er 1981 nach Westberlin geht, um dem Wehr- und auch dem Ersatzdienst zu entgehen, kann er diese Kontakte beleben, doch eine feste Anbindung findet sich nicht gleich. Dafür bietet ihm die "Wahrheit" an, ab 1982 für sie als Lokalfotograf zu arbeiten. Das erweist sich als viel spannender als das Publizistik- und Politologiestudium, das er nach zwei Jahren redlichen Bemühens 1983 aufgibt.
1984, da ist er 24, wird die Fotoredakteurin der amerikanischen Presseagentur AP auf ihn aufmerksam und bietet ihm einen Pauschalistenvertrag an – das ist der endgültige Einstieg in das Berufsleben des Fotografen. Bis 1988 reist Andreas nun regelmäßig in die DDR, um für AP von Staatsbesuchen, politischen Großereignissen und der Leipziger Messe fotografisch zu berichten. Da die Staatssicherheit ihre Hauptkraft auf jene Korrespondenten konzentrierte, deren Berichterstattung unmittelbar in die DDR zurückwirkte, also vor allem die westdeutschen Hörfunk- und Fernsehmedien, blieb ihm etwas Freiraum, um sich auch jenseits der Protokollstrecken umzusehen, den verfallenen Leipziger Osten zu durchstreifen und kritische Menschen in Ostberlin zu treffen. Der 1983 nach Westberlin ausgebürgerte DDR-Bürgerrechtler Roland Jahn stellte wichtige Kontakte her, akkreditierte Zeitungs-Korrespondenten wie Karl-Heinz Baum unterstützten ihn dabei.
Für Andreas bildete sich allmählich ein eigenes Bild von der DDR heraus. Er erkannte die starken Kontrollmechanismen, die geringen individuellen Freiheit, die starken Umweltbelastung. Hatte man ihm einst bei seinen linken Jugendprotesten in der Gifhorner Fußgängerzonen zugerufen: "Na dann geh doch nach drüben, wenn’s Dir hier nicht paßt", war ihm spätestens jetzt klar, daß dies keine Alternative sein konnte.
1988, nach vier erfahrungsreichen Jahren bei AP, kam mit 28 Jahren der endgültige Schritt in die Selbständigkeit und der Einstieg bei der Fotoagentur ZENIT. Hier begann das Arbeiten nach eigenem Auftrag und das freie Anbieten der Resultate. Das bedeutete, daß man selbst interessante Themen finden mußte und nicht auf sichere Aufträge im Vorfeld bauen konnte. Dadurch war man aber auch nicht durch Vorgaben inhaltlich eingeengt. Das sollte sich als Glücksfall für das folgende Jahr erweisen.
1989 fotografierte Andreas am Rande der Leipziger Herbstmesse die erste Montagsdemonstration nach der Sommerpause Anfang September. Er spürte, daß sich im Osten etwas ernsthaft zu bewegen begann und besorgte sich über die Hamburger ZEIT eine Akkreditierung, um nun regelmäßig ohne größere Probleme in die DDR einreisen zu können. Nach der Dokumentation der ankommenden Ausreiser aus der besetzten Prager Botschaft auf dem Bahnhof von Hof in Bayern am 5. Oktober zog es ihn gleich wieder nach Ostberlin, wo er die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR begleitete. Ihn interessierten dabei aber weniger die Protokolltermine als die Aktionen der Menschen auf den Straßen. So entstanden die legendären Aufnahmen vom Protest unter dem Palast der Republik und an der Gethsemane-Kirche. (Dort befand ich mich übrigens gemeinsam mit Freunden im Kessel aus Polizei und Geheimdienst. Fotografen mißtrauten wir in diesem Moment, denn die eigenen Medien berichteten nicht über das Geschehen und auf uns gerichtete Objektive gehörten zumeist der Stasi. Wie sollte ich wissen, daß auch Andreas dabei war.)
Es folgten Fotoreportagen aus der Zeit des politischen Machtwechsels im ZK der SED, in der Regierung, bei Diskussionsveranstaltungen auf öffentlichen Plätzen und in den Kirchen. Vor allem aber folgte die legendäre Nacht des 9. November mit der Öffnung der Mauer. Am 9.11. waren die meisten Journalisten nach der Pressekonferenz von Schabowski der Ansicht, daß am gleichen Abend gewiß nichts mehr geschehe, denn schließlich sollten sich die DDR-Bürger am nächsten Tag zunächst einmal nach einem Paß anstellen, bevor sie reisen durften. Doch Andreas hatte ein anderes inneres Gefühl. Ihn zog es allein am späten Abend nochmals nach Ostberlin und zum Grenzübergang Bornholmer Straße – und hier geschah dann tatsächlich das Unvorhersehbare, das Unglaubliche: das Regime mußte dem Druck der Massen nachgeben, die den sofortigen Beginn der Reisefreiheit forderten. Der völlig überforderte, weil ohne jede Anweisung versehene Kommandant der Übergangsstelle konnte nur noch an die Zentrale melden: "Wir fluten jetzt." Andreas hat diesen Moment in historisch einzigartigen Bildern festgehalten.
Die Dramatik des Wendeherbstes hielt an. Es folgten Ende 1989/ Anfang 1990 Fotos vom rasanten politischen Wandel des sozialistischen Staates, sei es von den Beratungen von Regierung und Opposition am Zentralen Runden Tisch oder von den Besuchen Helmut Kohls in Dresden und andernorts, wo er den Menschen im Osten blühende Landschaften und ein besseres Leben versprach.
Andreas bezeichnet diese Monate rückblickend als die intensivste und wichtigste Zeit seines Lebens, nie wieder hat er soviel geballte Lebendigkeit erlebt, soviel Begeisterung und zugleich soviel ernsten Willen zur Veränderung gespürt.
Daß er das Geschehen auch als Fotograf so produktiv umsetzen konnte, hat mit seiner Vorgeschichte zu tun: Er war professionell gut ausgebildet, er war unabhängig und ihm war ein großer Respekt vor jenen Menschen in der DDR zu eigen, die sich trotz der widrigen Bedingungen nicht haben vereinnahmen lassen und die im rechten Moment die Kraft hatten, selbst etwas zu wagen und neu zu gestalten, die kein Risiko scheuten und nicht viel nach Sicherheiten fragten. All das ist seinen Bildern anzumerken.
Als ich 1994 für die "Chronik der Wende" – sowohl für die verschiedenen Buchausgaben als auch für die 163-teilige ARD-Fernsehdokumentation – nahezu alle verfügbaren Fotos zur Wendezeit sichtete, stieß ich immer wieder auf die Arbeiten von Andreas, in denen ich das damalige Geschehen so authentisch widergegeben fand, wie kaum an einer anderen Stelle. Da war nichts Denunziatorisches und nichts vordergründig Euphorisches – da war Sachlichkeit, gepaart mit verständnisvoller Anteilnahme. Welch seltene Paarung.
Seit dem verbindet uns eine enge Zusammenarbeit. Auch in diesem Herbst wird zum 15. Jahrestag der Wende ein Foto von ihm auf einem unserer Buchcover zu sehen sein. Es heißt: "Das wunderbare Jahre der Anarchie – Von der Kraft des zivilen Ungehorsams".
Andreas hat diesen zivilen Ungehorsam selbst gelebt, produktiv gemacht und uns allen mit seinen Fotos nahegebracht. Daß seine Arbeiten aus dem dramatischsten Jahr der jüngsten deutsche Geschichte nun einmal zusammenhängend in einer Personalausstellung zu sehen sind, ist überfällig und eine große Freude, wofür dem Kulturamt Steglitz, speziell Sabine Weißler, zu danken ist. Aber ganz besonders natürlich Andreas Schoelzel.